Aufbau Business Continuity Management System für eine internationale Handelsgruppe

Konzernweit einheitliches BCM für eine Handelsgruppe mit über 100.000 Mitarbeitenden: von der Business Impact Analyse bis zur zentralen Steuerung im bcNAVIGATOR.
Steckbrief
Branche
Handel und Retail
Unternehmensgröße
>100.000 Mitarbeitende
Projektumfang
Mehrere Länderorganisationen und Geschäftsbereiche
Schwerpunkte
BCM Governance, Business Impact Analyse, Risikoanalyse, Notfall- und Wiederanlaufplanung, Digitalisierung BCM
Vor einer ähnlichen Aufgabe?

Wir besprechen gerne, wie BCM in Ihrer Organisation aussehen kann.

Ausgangslage und Herausforderung

Die Unternehmensgruppe wollte ihr Business Continuity Management konzernweit auf eine einheitliche Grundlage stellen. Bis dahin gab es nur vereinzelte BCM-Aktivitäten in einzelnen Ländern und Bereichen. Eine vergleichbare Sicht auf kritische Prozesse, Wiederanlaufanforderungen und Risiken fehlte.

Die eigentliche Herausforderung lag in der organisatorischen Komplexität. Kritische Prozesse liefen in zahlreichen Ländern und Geschäftsbereichen, wesentliche IT-Services wurden zentral bereitgestellt. Welche Auswirkungen ein technischer Ausfall auf welchen Bereich hat, war daher oft nicht unmittelbar nachvollziehbar. Zudem mussten unterschiedliche Prioritäten und BCM-Reifegrade in ein gemeinsames Vorgehen überführt werden.

Ziel war ein konzernweit einheitliches BCM-Rahmenwerk, das organisationsweit angewendet und langfristig weiterentwickelt werden kann.

Unser Vorgehen

  1. Scope und Governance: Festlegung der BCM-Methodik, Rollen und Verantwortlichkeiten sowie Einbindung der Organisationseinheiten.
  2. Business Impact Analyse: Erhebung kritischer Prozesse, Ressourcen, Abhängigkeiten und Ausfallauswirkungen.
  3. BCM-Risikoanalyse: Bewertung von Bedrohungs- und Ausfallszenarien und Identifikation der Risikotreiber sowie risikominimierenden Maßnahmen.
  4. Notfall- und Wiederanlaufplanung: Erstellung von Geschäftsfortführungs- und Wiederanlaufplänen mit organisatorischen und technischen Maßnahmen.
  5. Digitalisierung BCM: Zusammenführung aller BCM-Informationen im bcNAVIGATOR für Reporting, Pflege, Steuerung und laufende Aktualisierung.

Ergebnisse und Nutzen

  • Konzernweit einheitliche BCM-Methodik und BCM-Standards
  • Business Impact Analysen in allen Landesgesellschaften, unter anderem für stationären Verkauf und Lagerhäuser
  • Transparenz über kritische Prozesse, Ressourcen und Abhängigkeiten zwischen Fachbereichen, zentralen IT-Services und Dienstleistern
  • Definierte MTPD-, RTO- und RPO-Zielwerte als Basis für eine priorisierte Wiederanlaufplanung
  • Strukturierte Risikoanalysen inkl. Behandlungsstrategien und risikominimierender Maßnahmen
  • Geschäftsfortführungs- und Wiederanlaufpläne für priorisierte Prozesse und Funktionen
  • Zentrale, dauerhaft pflegbare Datenbasis im bcNAVIGATOR als Entscheidungsgrundlage für Management, Revision und Risikomanagement

Erfolgsfaktoren

Entscheidend war die konsequente Verbindung von Business Impact Analyse, Risikoanalyse und Wiederanlaufplanung in einem einheitlichen Vorgehensmodell, eng abgestimmt mit Prozesseigentümern und Fachbereichen. So wurden Kritikalitäten, Risiken und Wiederanlaufanforderungen erstmals konzernweit nach denselben Maßstäben erhoben und bewertet.

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