ISO 22301

ISO 22301 ist die international anerkannte Norm für Business Continuity Management Systeme. Sie definiert Anforderungen für den systematischen Aufbau, Betrieb und die kontinuierliche Verbesserung eines wirksamen BCM-Systems. Im Zentrum stehen die Identifikation kritischer Geschäftsprozesse, die Bewertung von Auswirkungen möglicher Störungen sowie die Entwicklung geeigneter Kontinuitäts- und Wiederanlaufstrategien. Die Norm unterstützt Organisationen dabei, ihre Liefer- und Leistungsfähigkeit auch während schwerwiegender Betriebsunterbrechungen aufrechtzuerhalten und die Wiederherstellung kritischer Prozesse planbar zu gestalten.

Das ISO-22301-Framework unterstützt Organisationen bei:

  • kritische Geschäftsprozesse und Ressourcen systematisch zu identifizieren
  • Auswirkungen von Störungen mittels Business Impact Analysen zu bewerten
  • geeignete Business-Continuity-Strategien festzulegen und umzusetzen
  • Rollen, Verantwortlichkeiten und Governance-Strukturen für BCM zu etablieren
  • Verfahren zur Bewältigung und Wiederherstellung von Störungen vorzuhalten
  • BCM-Maßnahmen regelmäßig zu testen und zu validieren
  • die Wirksamkeit des BCMS kontinuierlich zu überwachen und zu verbessern

5 typische Herausforderungen bei der ISO 23301 Umsetzung

Der Aufbau eines BCMS nach ISO 22301 scheitert selten an einzelnen Methoden oder Vorlagen. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, BCM nachhaltig in der Organisation zu verankern, die relevanten Fachbereiche einzubinden und die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen regelmäßig nachzuweisen.

1

Business Continuity Management ist nicht organisatorisch verankert

BCM wird häufig als Einzelinitiative betrieben. Klare Verantwortlichkeiten, Management-Unterstützung und eine nachhaltige Governance-Struktur fehlen jedoch oftmals.

2

Kritische Prozesse und Ressourcen sind nicht vollständig transparent

Die Abhängigkeiten zwischen Geschäftsprozessen, Personal, Standorten, Dienstleistern und Technologien sind häufig nur teilweise dokumentiert oder bewertet.

3

Business Impact Analysen liefern keine belastbare Entscheidungsgrundlage

Wiederanlaufziele, Prioritäten und Auswirkungen von Störungen wurden nicht ausreichend validiert oder entsprechen nicht mehr der aktuellen Organisation.

4

Business-Continuity-Strategien sind nicht ausreichend konkretisiert

Risiken und Schwachstellen wurden identifiziert, daraus wurden jedoch keine belastbaren Strategien zur Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung kritischer Prozesse abgeleitet.

5

Übungen und Tests erzeugen keine kontinuierliche Verbesserung

Tests werden durchgeführt, Ergebnisse jedoch nicht systematisch ausgewertet oder in das BCM-System zurückgeführt. Potenziale zur Verbesserung bleiben dadurch ungenutzt.

Unsere Leistungen

Von der ersten Standortbestimmung bis zur Zertifizierung begleiten wir Organisationen bei der Einführung, Weiterentwicklung und kontinuierlichen Verbesserung von Business Continuity Management Systemen nach ISO 22301.

Einführung und Weiterentwicklung von BCMS nach ISO 22301

Aufbau oder Optimierung eines Business Continuity Management Systems entsprechend den Normanforderungen.

Bewertung des bestehenden BCMS hinsichtlich Reifegrad, Wirksamkeit und Normkonformität.

Ermittlung kritischer Geschäftsprozesse, Abhängigkeiten sowie Wiederanlaufanforderungen.

Bewertung störungsrelevanter Risiken und ihrer potenziellen Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb.

Definition der organisatorischen Steuerung des BCMS einschließlich Verantwortlichkeiten und Vorgaben.

Erarbeitung geeigneter Strategien zur Aufrechterhaltung und Wiederherstellung kritischer Prozesse.

Planung, Durchführung und Auswertung regelmäßiger BCM-Tests und Übungen.

Unterstützung bei Management Reporting, Umsetzung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses sowie Konzeption von Verbesserungsmaßnahmen.

Unterstützung bei Zertifizierungsprojekten sowie Begleitung externer Auditverfahren.